Motivation am Arbeitplatz
Sie wollen Ihre Organisation umfassend neu ausrichten, aber so richtig funktioniert es nicht. Die Zielrichtung stimmt, die Maßnahmen sind die richtigen, trotzdem stellen sich die gewünschten Erfolge nicht ein. Dann liegt es ganz sicher an dem wichtigsten Faktor, der Motivation der Mitarbeiter für die Veränderungsprozesse, was fatale Folgen fürs Geschäft haben kann. Blockierende und frustrierte Mitarbeiter führen unweigerlich zu nachlassendem Engagement, zu fehlerhaften Prozessen und wirkt sich paradoxerweise nicht nur in den von der eigentlichen Neuausrichtung betroffenen Bereichen, sondern in der gesamten Organisation negativ aus.
Was können Sie tun, um Veränderungsprozesse von vorneherein so zu gestalten, dass diese von der Mannschaft akzeptiert und so ein Erfolgsfaktor für die Zukunft Ihres Unternehmens werden?
Wie Sie den Motivationsgrad richtig einschätzen
Stellen Sie im Vorfeld die richtigen Fragen:
- Ist das Ausmaß der Motivation im Moment akzeptabel? (Greifen Sie auf interne Befragungen zurück)
- Ist im Moment generell einfach Ebbe? (Eventuell hatten Sie durch externe oder interne Faktoren gerade erst schwierige Situationen zu überwinden wie bspw. Cyberangriffe, gravierende Gesetzesänderungen, Übernahmesituationen)
- Gibt es versteckte Probleme? (Fluktuation von Leistungsträgern in den letzten Jahren, Uneinigkeit im Vorstand, Grabenkämpfe zwischen Ressorts etc.)
Konzentrieren Sie sich nicht nur auf die Überflieger, sondern achten Sie auf die Maschinisten und potenzielle Multiplikatoren
Die Überflieger müssen in der Regel nicht motiviert werden, die können das schon selbst. Oft sind diejenigen, welche die Maschinerie am Laufen halten, eher im Hintergrund, jedoch für den Herzschlag des Unternehmens entscheidend. Identifizieren Sie diese Mitarbeiter!
Die Meinungsführer der verschiedenen sozialen Gruppen sind nicht immer die Manager, aber oftmals beeinflussen sie gerade die Standards, Einstellungen und das Verhalten der anderen Mitarbeiter in ihrem Umfeld. Diese Mitarbeiter sind die perfekten Multiplikatoren, die Sie für Ihre Ideen gewinnen müssen, denn wenn diese motiviert sind, überträgt sich das automatisch auf die gesamte Organisation.
Verschließen Sie nicht die Augen, sondern stellen Sie sich Problemen
Manchmal ist das eigentliche Problem durchaus bekannt. Vielleicht handelt es sich um einen Rückschlag, den das Unternehmen erlitten hat; oder um einen Vertrauensverlust bei den Mitarbeitern; oder um einen unbeliebten Manager; oder um ein schwieriges Teammitglied. Ignorieren Sie das Problem nicht. Wenn Sie den Dingen einfach ihren Lauf lassen, wirkt es sich fast immer negativ auf die Motivation und Stimmung aus.
Wie Sie die Motivation steigern
- Fördern Sie eine offene und aufrichtige Diskussion auf allen Ebenen der Organsiation, um die individuellen Standpunkte herauszufinden, blockierende Themen zu identifizieren, die den Firmenerfolg behindern.
- Lassen Sie nicht zu, dass schlechte Nachrichten jedermann aufs Gemüt schlagen. Bringen Sie stattdessen positive Geschichten in Umlauf. Verwandeln Sie negative Energie in positive.
- Motivieren Sie Ihr Team mit Belohnungen. Überraschen Sie Ihr Team mit einer Aufmerksamkeit. Loben sie Ihre Mitarbeiter häufig vor anderen und auch unter vier Augen.
- Setzen Sie realistische und auch kurzfristig erreichbare Ziele. Ziele helfen Menschen, sich zu motivieren und selbst herauszufordern, Sie sollten aber eher kleine Schritte auf dem richtigen Weg sein als große Sprünge, die in die falsche Richtung gehen oder zu Verletzungen führen könnten.
- Individuelle Leistungsanreize sind wichtig, aber der Teamarbeit nicht immer förderlich. Achten Sie deshalb darauf, dass es gemeinsame Anreize gibt und belohnen Sie Teamleistungen mindestens in der gleichen Weise wie individuelle Erfolge. Die Haltung eines jeden Mitarbeiters hat eine Auswirkung auf die Grundeinstellung der gesamten Abteilung.
- Schaffen Sie eine Kultur der Transparenz und des Respekts. Beziehen Sie Ihre Mitarbeiter in Entscheidungen ein. Suchen Sie ihren Rat. Sorgen Sie dafür, dass unterschiedliche Ansichten respektiert und geäußert werden dürfen, dass es letztlich nach einer Entscheidung jedoch immer alle an einem Strang ziehen.
- Geben Sie Ihren Mitarbeitern Gewicht. Schaffen Sie die Möglichkeit, das Unternehmen zu repräsentieren. Erlauben Sie ihnen, an Konferenzen teilzunehmen, Führungsrollen bei Berufsverbänden zu übernehmen und ein Kontaktnetz aufzubauen. Auch wenn das auf den ersten Blick riskant sein kann, trägt Ihr Vertrauen und Ihre Weitergabe von Verantwortung zur Mitarbeiterzufriedenheit bei und reduziert damit die Gefahr von Fluktuation deutlich.



