Dos and Don’ts
Was Sie tun sollten
- Seien Sie 10 Minuten früher da. Für das Zu-spät-Kommen bei einem Vorstellungsgespräch gibt es keine Entschuldigung.
- Klären Sie Fragen. Beantworten Sie die gestellten Fragen so spezifisch wie möglich. Beziehen Sie Ihre Fähigkeiten und Erfahrungen während des gesamten Interviews auf die Anforderungen der jeweiligen Stelle.
- Nennen Sie Ihre Qualifikationen. Konzentrieren Sie sich auf Leistungen, die für die Stelle die meiste Relevanz besitzen.
- Rechnen Sie mit schwierigen Fragen. Seien Sie darauf vorbereitet, nicht nur zu Ihren Stärken, sondern auch zu Ihren Schwächen befragt zu werden.
- Seien Sie offen und glaubwürdig, auch bei Punkten, die vielleicht einmal nicht so gut geklappt haben. Wichtig ist, was Sie daraus gelernt haben und wie Sie heute damit umgehen.
- Stellen Sie Fragen. Ein Vorstellungsgespräch sollte der gegenseitige Austausch von Informationen sein und kein einseitig geführter Monolog.
- Hören Sie zu. Konzentrieren Sie sich nicht nur auf die Worte Ihres Gegenübers, sondern auch auf seinen Tonfall und seine Körpersprache. Wenn Sie verstanden haben, wie Ihr Gegenüber denkt, können Sie Ihre Antworten entsprechend anpassen und ein besseres Verhältnis zueinander aufbauen.
- Kleiden Sie sich angemessen. Ihr erster Eindruck sollte professionell wirken.
- Achten Sie auf ein professionelles Auftreten. Lächeln Sie, halten Sie Blickkontakt und achten Sie auf Ihre Körperhaltung. Dies sind einfache, aber wichtige Dinge, die man während eines Vorstellungsgesprächs leicht vergisst.
Was Sie nicht tun sollten
- Beantworten Sie keine vagen Fragen oder Fragen, die Sie nicht verstanden haben. Bitten Sie Ihr Gegenüber, die Frage zu erläutern.
- Unterbrechen Sie Ihr Gegenüber nicht. Wenn Sie nicht zuhören, tut es Ihr Gegenüber auch nicht.
- Seien Sie nicht zu vertraut, auch wenn es Ihr Gegenüber ist.
- Reden Sie nicht um den heißen Brei herum. Unkonkrete und überlange Antworten können darauf hindeuten, dass Sie nicht auf den Punkt kommen können oder versuchen dem Kern der Frage auszuweichen.
- Bleiben Sie bei der Wahrheit und beantworten Sie die Fragen ehrlich, selbst wenn es um schwierige Punkte geht. Alles andere fällt einem geübten Interviewer ohnehin auf und würde Sie nur noch mehr in Bedrängnis bringen. Letztlich können auch Misserfolge ganz wesentliche Bausteine für weiteren Erfolg gewesen sein, je nachdem wie man damit umgegangen ist und was man daraus gelernt hat.
- Seien Sie nicht nachtragend. Erläutern Sie selbstverständlich aktuelle oder vergangene Beweggründe für einen Wechsel, jedoch vermeiden Sie abfällige Bemerkungen über Ihren derzeitigen oder frühere Arbeitgeber.
- Tragen Sie kein schweres Parfüm oder Eau de Cologne. Ihr Gegenüber hat nicht unbedingt den gleichen Geschmack wie Sie.
Abschluss des Vorstellungsgesprächs
Der Abschluss eines Vorstellungsgesprächs hat, genau wie die Eröffnung, einen wichtigen Einfluss darauf, wie Sie wahrgenommen werden. Während die Eröffnung, das Warm-up, eine positive Erwartungshaltung und Stimmung erzeugen soll, können Sie mit dem professionellen Abschluss beeinflussen, wie Sie in Erinnerung bleiben. Wenn Sie das Gefühl haben, das Gespräch ist gut verlaufen, die Aufgabe und das Unternehmen passen zu Ihnen und Sie möchten den nächsten Schritt gehen, bekunden Sie Ihr Interesse auch offen, weshalb nicht spontan zum Abschluss? Sagen Sie zum Beispiel: „Nachdem ich heute mehr über Ihr Unternehmen, die Stelle, die Aufgaben und die Verantwortung erfahren habe und auch einen ersten Einblick in die Kultur des Hauses durch Sie gewonnen habe, bin ich noch mehr überzeugt, dass ich genau die Fähigkeiten und Persönlichkeit besitze, nach denen Sie suchen. Wie empfinden Sie es und gibt es noch Themen oder Informationen, mit denen ich Ihnen im Entscheidungsprozess aktuell weiterhelfen kann?“
Dies ist eine wirkungsvolle abschließende Frage, denn sie erlaubt es dem Gesprächspartner, Ihnen offen zu sagen, was er denkt. Sollten noch Bedenken bestehen, schaffen Sie so eine Möglichkeit, diese aus dem Weg zu räumen. Außerdem geben Sie sich damit eine letzte Chance, Selbstbewusstsein zu zeigen, Ihre Stärken zu verkaufen und das Interview positiv zu beenden.
Abschließend bedanken Sie sich für die Einladung und dass sich Ihr Gegenüber für Sie Zeit genommen hat.
Erwarten Sie übrigens während Ihres ersten Vorstellungsgesprächs kein Angebot und kein Gespräch über ein mögliches Gehalt. Wenn das Gespräch über einen professionellen Personalberater organisiert wurde, hat er den Rahmen und die Passung im Vorfeld ohnehin schon geklärt, so dass es hier keine negativen Überraschungen geben wird.
Zusammen- und Nachfassen
Rufen Sie Ihren Personalberater unmittelbar nach dem Termin an, um das Vorstellungsgespräch auszuwerten und Ihre nächsten Schritte zu diskutieren.
Nach Ihrem Vorstellungsgespräch ist das Nachfassen wichtig. Erstellen Sie so schnell wie möglich eine Zusammenfassung der wesentlichen besprochenen Punkte, neuer Informationen und schreiben Sie wichtige Fragen auf, die im Vorstellungsgespräch noch nicht thematisiert wurden. Denken Sie an die Qualifikationen, nach denen der Arbeitgeber sucht, und gleichen Sie diese nochmals mit Ihren Stärken ab.
Ein Dankesschreiben per E-Mail macht immer Sinn und sollte nicht später als 24 Stunden nach dem Vorstellungsgespräch verfasst werden. Hier bestätigen Sie nochmal in zwei, drei Sätzen Ihre positive Sicht und dass Sie für den nächsten Step bereit sind.



